EU-PPWR 2025/40 für flexible Lebensmittelverpackungen: PFAS, Schwermetalle und Dokumentation
PPWR evidence should be matched to the exact laminate, tested sample, intended use and requested scope.EU-PPWR 2025/40 für flexible Verpackungen verstehen: PFAS, Schwermetalle, Gesamtfluor, Prüfberichte und projektspezifische Nachweise.
Published: 2026-07-30
Was Article 5 für Käufer flexibler Verpackungen bedeutet
Der <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj" target="_blank" rel="noopener noreferrer">amtliche PPWR-Text</a> gilt grundsätzlich ab dem 12. August 2026, wobei für einzelne Pflichten und delegierte Rechtsakte eigene Zeitpläne gelten. Article 5(4) belässt den gemeinsamen Konzentrationsgrenzwert für Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom in Verpackungen oder Verpackungskomponenten bei 100 mg/kg. Article 5(5) führt PFAS-Konzentrationsgrenzen für Lebensmittelkontaktverpackungen ein, die auf dem EU-Markt bereitgestellt werden.
Die Verordnung nennt Grenzwerte für einzelne zielgerichtet untersuchte PFAS, die Summe dieser PFAS und den Gesamtgehalt an PFAS einschließlich polymerer PFAS. Sie erläutert außerdem, dass bei einem Gesamtfluorgehalt über 50 mg/kg nachgewiesen werden muss, welcher Fluoranteil auf PFAS- beziehungsweise Nicht-PFAS-Quellen zurückzuführen ist. Käufer sollten sich auf den aktuellen Rechtstext, einschlägige Leitlinien und den genauen Prüfumfang stützen, statt sich auf allgemeine Aussagen wie „EU-konforme Verpackung“ zu verlassen.
Zielgerichtete PFAS-Analyse und Gesamtfluor beantworten verschiedene Fragen
Eine zielgerichtete PFAS-Analyse sucht anhand einer vereinbarten Stoffliste und Analysemethode nach namentlich bestimmten Verbindungen. „Nicht nachgewiesen“ bedeutet, dass die untersuchten Stoffe unter der Berichts- oder Nachweisgrenze dieser Methode lagen. Daraus folgt nicht automatisch, dass sämtliche denkbaren PFAS-Verbindungen fehlen.
Gesamtfluor ist ein breiterer Screening-Wert, Fluor kann jedoch aus PFAS- und Nicht-PFAS-Quellen stammen. Das Ergebnis ist daher zusammen mit Methode, Nachweisgrenze, Probenvorbereitung und den PPWR-Nachweisanforderungen zu beurteilen. Käufer sollten außerdem klären, ob Rohfolie, Druckfarbe, Klebstoff, fertiges Laminat oder ein fertiger Beutel geprüft wurde, da diese Prüfobjekte nicht austauschbar sind.
Huasheng Packaging verfügt über Prüfberichte eines unabhängigen Prüfdienstleisters vom 2026-07-30 für eine eingereichte BOPP/VMPET/PE-Verbundbeutelprobe. Die genannten Berichte kommen für die Schwermetalle nach Article 5(4), den vereinbarten Umfang zielgerichteter PFAS nach Article 5(5) und Gesamtfluor nach Article 5(5) jeweils zu einem bestandenen Ergebnis. Diese Aussagen gelten ausschließlich für die eingereichte Probe und den in den Berichten genannten Prüfumfang.
Ein Prüfbericht ist keine EU-Zertifizierung
Die PPWR ist eine Rechtsvorschrift und kein einheitliches Produktzertifizierungssystem, das sämtliche Materialien eines Herstellers automatisch freigibt. Ein ISO-22000-Zertifikat betrifft ein Managementsystem. Ein Prüfbericht dokumentiert Ergebnisse für die identifizierte Probe, die untersuchten Stoffe, die Methode und das Datum. Eine Konformitäts- oder Lieferantenerklärung erfüllt einen anderen Zweck und sollte die anwendbaren Materialien und ihre Rechtsgrundlage nennen.
Bei einem neuen Projekt ist der vorgesehene Beutel oder die Rollenfolie mit den vorhandenen Nachweisen abzugleichen:
- Genaue Schichtfolge und Folientypen.
- Dicke jeder einzelnen Schicht.
- Druckfarben, Beschichtungen und Klebstoffsystem.
- Prüfobjekt: Basisfolie, Laminat oder fertige Verpackung.
- Vorgesehener Lebensmittelkontakt sowie Abfüll- oder Wärmeprozess.
- Zielmarkt in der EU und Dokumentenliste des Käufers.
- Prüfmethode, Nachweisgrenzen und Berichtsdatum.
Weichen Material oder Prozess ab, darf die Schlussfolgerung eines älteren Berichts nicht automatisch übertragen werden. Es ist zu prüfen, ob eine neue Erklärung, Migrationsbewertung, Stoffprüfung oder Prüfung der fertigen Verpackung angemessen ist.
Wie Käufer eine PPWR-Dokumentation aufbauen sollten
Ausgangspunkt ist eine Stückliste mit äußerer Druckfolie, Barriereschicht, Siegelschicht, Druckfarben, Beschichtungen, Klebstoff und Funktionsteilen wie Reißverschluss oder Ausgießer. Ordnen Sie jedes Dokument einem konkreten Bestandteil zu, anstatt nicht projektbezogene Zertifikate zu sammeln.
Eine zweckmäßige Akte kann Materialerklärungen der Lieferanten, gegebenenfalls Lebensmittelkontakt-Erklärungen, relevante Migrations- oder Stoffberichte, Nachweise zu Schwermetallen und PFAS, Spezifikationen, Druckbild- und Farbinformationen sowie eine kontrollierte Historie genehmigter Änderungen enthalten. Die endgültige Dokumentenliste hängt von Verpackung, Verwendungszweck, Zielmarkt und Kundenanforderungen ab.
Bei bedruckten Verpackungen löst nicht nur eine Änderung des Materials eine erneute Prüfung aus. Neue Druckfarben, Klebstoffe, Beschichtungen, Rezyklatanteile, Verarbeitungstemperaturen oder Zubehörteile können die erforderlichen Nachweise verändern. Revisionsnummern und Freigabedaten sorgen dafür, dass Einkauf, Verpackungshersteller und Abfüllbetrieb dieselbe Spezifikation verwenden.
Welche Angaben für eine projektspezifische Prüfung erforderlich sind
Stellen Sie vor einer Prüfung der PPWR- und Lebensmittelkontakt-Dokumente folgende Informationen bereit:
- Produkt und vorgesehene Lebensmittelkontaktanwendung.
- EU-Zielland und Anforderungen des Käufers oder Händlers.
- Beutelart oder Rollenfolienformat.
- Vollständiger Laminataufbau und Dicke.
- Bekannte Angaben zu Druck, Beschichtung und Klebstoff.
- Abfüll-, Siegel-, Pasteurisierungs-, Retorten- oder Lagerbedingungen.
- Kontakt mit trockenen, fetthaltigen, sauren, wässrigen oder anderen Lebensmitteln.
- Gewünschter Berichtsumfang und gegebenenfalls Kundenprüfprotokoll.
- Vorhandene Erklärungen und Prüfberichte.
- Finales Druckbild, Zubehör und geplante Materialänderungen.
Huasheng Packaging kann vorhandene Nachweise mit dem vorgeschlagenen Aufbau vergleichen und Dokumentationslücken aufzeigen. Käufer, Importeur oder verantwortlicher Wirtschaftsakteur sollten den endgültigen regulatorischen Weg für das vorgesehene verpackte Produkt und den jeweiligen Markt bestätigen.
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Häufig gestellte Fragen
Ist ein PPWR-Prüfbericht eine EU-Zertifizierung?
Nein. Ein Prüfbericht dokumentiert Ergebnisse für eine identifizierte Probe, einen Prüfumfang, eine Methode und ein Datum. Er zertifiziert nicht sämtliche Produkte oder künftigen Materialaufbauten des Lieferanten.
Welche Schwermetalle erfasst PPWR Article 5(4)?
Die Vorschrift erfasst die gemeinsame Konzentration von Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom in Verpackungen oder Verpackungskomponenten.
Bedeutet „zielgerichtete PFAS nicht nachgewiesen“ PFAS-frei?
Nicht zwingend. Es bedeutet, dass die im Bericht aufgeführten Zielsubstanzen unter der Berichts- oder Nachweisgrenze der angegebenen Methode lagen. Daraus darf keine uneingeschränkte Aussage „PFAS-frei“ abgeleitet werden.
Warum wird Gesamtfluor geprüft?
Gesamtfluor liefert breitere Screening-Informationen. Das Ergebnis muss jedoch zusammen mit Methode, Nachweisgrenze und möglichen Nicht-PFAS-Fluorquellen interpretiert werden.
Kann ein BOPP/VMPET/PE-Bericht ein anderes Laminat abdecken?
Nicht automatisch. Folientyp, Dicke, Druckfarbe, Klebstoff, Beschichtung, Siegelschicht und fertiger Verpackungsaufbau müssen verglichen werden, bevor die Relevanz des Nachweises beurteilt wird.
Was muss ein Käufer für die Dokumentenprüfung bereitstellen?
Erforderlich sind vollständiger Aufbau, Dicke, Lebensmittelkontakt, Abfüll- und Lagerbedingungen, Zielmarkt, Angaben zu Druckfarben und Klebstoffen, Zubehör, vorhandene Berichte und Kundenanforderungen.
Wann sollte eine erneute Prüfung erwogen werden?
Eine Neubewertung kann bei Änderungen von Aufbau, Lieferant, Folientyp, Druckfarbe, Klebstoff, Beschichtung, Prozessbedingungen oder gefordertem Prüfumfang erforderlich sein. Die Entscheidung sollte projektbezogen dokumentiert werden.